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Bürger haben nur dann etwas von Open Data, wenn Sie es auch nutzen. Als Bürgerschaftskanditat der CDU für die Stadt Greifswald verbürge ich mich die berechtigen Einwände und Vorwände des Bürger zu entkräftigen. Es hilft uns genau so wenig, wenn der Strom aus der Steckdose kommt, aber momentan ein Energiekraftwerk in Rostock ausfällt, das bedeutet Blackout, und wir sitzen im Dunkeln. Blackout ist ein großes Thema. Wenn auf einmal Strom ausfällt haben Menschen über Tage möglicherweise kein Zugang mehr zu einer Einkaufsmöglichkeit, geschweige den zum Kochen. Hier kommt Open Data in das Spiel. Das Digitalisierungspapier sieht vor ein Zentrums für besondere Lagen im Innenministerium nebst Videokonferenzsystem zur besseren landesweiten Vernetzung im Katastrophenfall sowie Videokonferenzsystem einzurichten. Während der Schneekatastrophe in Norddeutschland stand um die Stadt Greifswald, und um das Umland für mehrere Tage die Welt still. Es gab kein Strom mehr. Heute sind wir lange nicht weg über die Spitze des Eisberges. Deshalb rudert die SPD – Politik vehement auf Erneuerbare Energie zu. Mit den teuren Strompreisen kann sich das Energienetz nicht lange selbst erhalten. Irgendwann wird der Strom für den Greifswalder Bürger ausgehen. Mit Open Data kann hier entgegen gewirkt werden, wie ich noch in diesem Artikel zeigen werde.

So will auf ihre Bedenken eingehen, wenn Sie sich schon mit meinem Blog etwas länger auseinandersetzen. Bürger sind verunsichert, wenn es um Open Data geht, da Sie Repressalien befürchten. Ihre Daten zu ihrem Engagement in Gesellschaft und Kultur könnte in die Öffentlichkeit geraten, somit Sie gegenüber dem Staat in eine Zwangslage bringen. Ein weiteres beliebtes Argument ist das Daten über inkonsistente Datensätze verfügen könnte und somit für ein Fehlbarkeit der Daten ausschlaggebend sind. Im Weiteren könnte ebenfalls die Integrität von Daten nicht gewährleistet und nachträglich manipuliert werden. Diese Einwände bei denen es sich oftmals um verdeckte Einwände handelt, können entkräftet werden. Wir haben zu einem eine Gesetzliche Grundlage auf die Open Data fußt, in Mecklenburg – Vorpommern, das Informationsfreiheitsgesetz MV aus dem Jahr 2006. Es sieht darüber durch die neugefasste Fassung im § 14 des InfFGE vor, dass seit neustem Landesbeauftragte für Informationsfreiheit berufen sind, die ebenfalls die Durchführbarkeit gewähren. Durch die DSGVO wurde das Thema Datensicherheit zu genüge reguliert, wenn gar überreguliert. Zudem wird von Unternehmen angeführt, dass die Daten sie ihrem Konkurrenten – Macht Vorteile einräumen könnte, dahinter steht das Paradigma „Wissen ist Macht“. Im Weiteren wird befürchtet das diese zusätzlichen Daten einen Mehr an Arbeit für diese Unternehmen verspricht. Das ist bei nichten der Fall. Nur angewendetes Wissen ist Macht. Heut zu tage können Unternehmen nur bestehen, wenn Sie mit genug Content (Big Data) filtrieren können, was gut für die Marke ist. Große Daten Mengen helfen einem Unternehmen herauszufinden, auf welchen Inhalt die Marke einen Fokus zu legen hat. Darüber hinaus kann ermittelt werden, wer die wahrhafte Zielgruppe für das Unternehmen ist. Konsumenten werden eine Verbindung durch das Unternehmen aufbauen, in dem Sie Artikel dazu lesen können, was das Unternehmen betrifft. Werbung führt hier oftmals nicht zu dem gewünschten Erfolg. Unternehmen können mit einer dezentralen Datenbuchführung über neue digitalisierte Vertrauensmaschinen den Inhalt immer wieder auf Konsistenz und auf Qualität überprüfen. Das macht Open Data so spannend. Die Verwaltung tritt als gleichberechtigter Partner auf, der unsere Informationen für uns monetarisieren möchte.

So kann wahrlich neben Strombörsen ebenfalls auch an Open Data Börsen gedacht werden. Daten werden aufgefasst, gespeichert und weiterverwendet. Durch sogenannte Daten Silos entscheidet das Unternehmen selbst, welche Informationen es nach außen öffnen möchte Wenn Open Data genutzt wird, können Externe immer subjektiv neu entscheiden, wie mit den externen Daten weiter zu verfahren ist. Darin hat objektiv das Unternehmen noch nicht gedacht, welches die Daten „abgestoßen“ hat. Offene Daten helfen den Produktionszyklus eindeutig zu verkürzen. Alle Produkte brauchen Information über den Konsumenten, der Sie kauft. Daten intensive Produkte verschlanken sich in den Herstellungskosten, weil aus einem anderen Produktionsbereich Open Data genutzt wird. Wer die Informationen nutzen will, gibt dafür einen Gegenwert an Innovation. Hier hilft das Open Data Maturity Modell , das ich innerhalb meiner Verlinkung, siehe mein vorhergehender Artikel beschrieben habe. Wir haben Möglichkeiten den Öffentlichen Sektor und somit ebenfalls die Stromversorgung neu zu bewerten. Daten werden durch Sensoren an bestimmten Stellen gesammelt, dort wo Strom anfällt oder über Gerätschaften, die an Häusern angebracht sind. Hier können sich Bürger dann entscheiden, ob Sie noch eine Heizung mehr brauchen. Dieses Modell wird zurzeit anhand eines Pilotprojekts London Economics Datatrust in der Realität erprobt.

Die Landesregierung MV wird durch den MV – Service dem Bürger ermöglichen Digitale Inhalte, wie Antragserstellung, zu erleichtern. Die Verwaltungszuständigkeit teilt das Landes sowie das Bundesrecht. An diesem Anteil der Umsetzungskosten der Digitalisierung beteiligt sich das Land Mecklenburg – Vorpommern zwischen 2018 und 2022 mit 6 Millionen €. Die Umsetzung der Richtlinie (2016/2102) der EU sieht neben der Informationsfreiheit auch den barrierefreien Zugang von Informationen durch Menschen mit Behinderung vor. Viele Verwaltungsleistungen werden von den Kommunen angeboten. Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, das Finanzministerium und das Innenministerium werden daher gebeten, mit den Kommunen über harmonisierte IT-Verfahren und deren Finanzierung zu verhandeln. Die Kosten für den MV-Service belaufen sich gesamt auf 17,2 Mio. Euro.

Im nächsten Artikel zeige ich weitere interessante Themenfelder für Open Data auf, zudem werde ich darüber hinaus mit dem beschlossenen Digitalisierungspapier für Mecklenburg – Vorpommern abschließen.